ENABLING PV Afghanistan - Herausforderungen und Chancen

Afghanistan macht nach vielen Jahren bewaffneter Konflikte einen Prozess des Wiederaufbaus und der Industrialisierung durch. Dabei steht auch der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur im Mittelpunkt. Gleichzeitig wächst im Land der Strombedarf und dieser kann nicht allein mit konventionellen Quellen abgedeckt werden.

Deshalb gilt es, erneuerbare Energien von Beginn an in das Konzept einzubeziehen. Die Photovoltaik spielt in diesen Überlegungen eine zentrale Rolle, da die natürlichen Voraussetzungen in Afghanistan sehr gut sind und PV in vielen Teilen des "Sonnengürtels" der Welt bereits die "grid-parity" also die Wettbewerbsfähigkeit zu konventionell erzeugtem Strom erreicht hat. Bis 2021 sollen 500 MW Leistung aus erneuerbaren Quellen errichtet werden und bis 2032 hofft man, auf 1,5 GW PV-Leistung im Land zu kommen. Die Afghanistan Renewable Energy Union (AREU) schätzt, dass Solarkraftwerke mit einer Leistung von 3 GW im Jahr 2032 rund 30 Prozent des Strombedarfs abdecken können.

Eine von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanzierte Studie "Enabling PV Afghanistan" beschreibt die aktuellen politischen Rahmenbedingungen, die Herausforderungen, sowie das Marktpotenzial. Darüber hinaus stellt die Studie geeignete Geschäftsmodelle für die Entwicklung von Photovoltaik in Afghanistan dar. Autoren der Studie sind der Bundesverband Solarwirtschaft, eclareon und AREU.

Die Studie steht auf der Webseite des BSW-Solar zum Download bereit.