Neues Solar-Online-Portal solarwork.ng stellt PV-Referenzprojekte und qualifizierte Solarlieferanten in Nigeria vor

In Nigeria wird die Verbreitung heute immer noch vom Vorteil gegenüber der Solarenergie behindert, dass "Solar nicht funktioniere", weil einige PV-Projekte in der Vergangenheit nicht ausreichend professionell geplant waren und installiert wurden. Aber der Markt professionalisiert sich: Neue Solarprojekte der nigerianischen Solarindustrie für mittelgroße Stromnutzer wie Unternehmen, Krankenhäuser und Schulen zeigen, dass Nigeria mit einer Reihe von größeren Solarstromprojekten dem globalen Trend hin zu mehr Solarenergie in der Energieversorgung gerecht wird.

Solar ist heute eine wettbewerbsfähige Stromversorgung für viele Anwendungsfälle  in Nigeria. Denn in vielen Fällen ist die Nutzung von Solarenergie billiger geworden als das Betreiben von Diesel- oder Benzingeneratoren, sodass der Betreiber von Solarstromanlagen in Nigeria viel Geld sparen kann.

Viele Nigerianer sind sich der neuen spezifischen Wettbewerbsfähigkeit der Solarenergie mit Diesel- und Benzingeneratoren jedoch noch nicht bewusst. Das neue Kunden-Onlineportal www.solarworks.ng  informiert daher vor allem mittelgroße Stromverbraucher über die Möglichkeiten der Nutzung von Sonnenenergie in diesen kombinierten Diesel-PV-Hybridlösungen.

Das Portal ist zudem ein Marktplatz, auf dem private und institutionelle Kunden, die sich für Solarstrom interessieren, qualifizierte Solaranbieter auffinden können, die ihre Arbeit in Nigeria auf der Webseite mit Referenzprojekten präsentieren. Das Portal präsentiert dafür derzeit mehr als 20 Referenzprojekte mit seinen wesentlichen Kapazitäts- und Leistungsdaten. Diese Referenzprojekte wurden von neuen verschiedenen und qualifizierten nigerianischen Solarunternehmen realisiert. Weitere Unternehmen und ihre Projekte werden in Kürze veröffentlicht.

Die Website bietet auch einen benutzerfreundlichen "PV Calculator", der die Kosten der Solarenergie für eine geplante PV-Anlage mit den beim Nutzer bis dato bestehenden Dieselerzeugungskosten vergleicht. Das Online-Tool berechnet -  nach Eingabe von wenigen Eingabedaten durch den interessierten Nutzer  - mit finanzwirtschaftlichen Berechnungsmethoden die zentralen Wirtschaftlichkeitsindikatoren für das geplante Vorhaben wie LCOE, Payback, Equity IRR, Project IRR und Net Present Value.

Für weitere und vertiefende Fragen rund um eine mögliche Solarinvestition kann der Nutzer über das Portal außerdem eine herstellerunabhängige, neutrale Telefon-Hotline anrufen, welche herstellerunabhängig vom Erneuerbaren Energien Verband Renewable Energy Association of Nigeria (REAN) betreut wird. Unter dieser Hotline können sich interessierte Unternehmen zu allen weiteren technischen und wirtschaftlichen Themen rund um den Einsatz der Solarenergie beraten lassen.

Schließlich erklärt ein Video auf der Homepage in fünf Minuten die Ziele der Initiative und stellt die maßgeblichen Akteure der Initiative vor. Die Partner des Portals stellen die Webseite und die für 2019 geplanten Aktivitäten außerdem bei einem Webinar am 27.11. von 14 bis 15:30 Uhr vor. Die kostenfreie Registrierung ist hier möglich. Die Webinar-Sprache ist Englisch.

Das Projekt wurde durch den gemeinnützigen Träger ideas into energy zusammen mit dem Beratungsunternehmen und Rahmenvertragspartner der Exportinitiative eclareon und mit REAN initiiert, siehe zum Projekt auch hier. Die Initiative wird vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) unterstützt, und der Aufbau des Portals wurde maßgeblich finanziert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Der in das Portal integrierte „PV Calculator“ wurde von eclareon entwickelt und seine Entwicklungskosten sowohl vom BMWi als auch vom Auswärtigen Amt im Rahmen des Vorhabens ENABLING PV Nigeria getragen. Das Tool wird online mit Daten und Berechnungen aus dem PV-Planungstool PV*SOL beliefert, einer Planungssoftware des Softwareanbieter Valentin Software für die professionelle Auslegung von PV-Anlagen.

Das Projekt ist außerdem eng mit der nigerianisch-deutschen Bildungsinitiative „Let´s make solar work“ verzahnt, welche vom gemeinnützigen Träger sequa im Rahmen des Programms develoPPP.de vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) co-finanziert wird. Die Bildungsinitiative wurde in 2016 von mehreren Mitgliedsunternehmen des BSW-Solar gemeinschaftlich entwickelt und bildet seit 2017 nigerianische Planer, Installateure und Dozenten hinsichtlich fachgerechter Auslegung, Bau und Wartung von PV-Diesel-Hybridanlagen aus.